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Praxisbeispiele

Angebote zur Förderung Sozialer Teilhabe gestalten

Angebote zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung, praxisnah umgesetzt, eignen sich hervorragend dazu, ältere Menschen zu beteiligen, zu integrieren, zu gemeinsamen Aktivitäten zu motivieren und den gegenseitigen Austausch anzuregen. Die hier beschriebenen Praxisbeispiele zeigen, wie Soziale Teilhabe, ergänzt durch Ernährungsinformation und Bewegung, mehr als Unterhaltung sein kann:

„Gemeinsam aktiv im Alter“ – AGNES, Leipzig

AGNES steht für „Aktivierende Gesundheitsförderung durch nachbarschaftliches Engagement im Stadtteil“. Dieses stadtteilbezogene Gesundheitsprojekt in Leipzig hat zum Ziel, eine gesunde Lebensweise zu fördern. Es richtet sich an sozial benachteiligte ältere Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, um deren Lebensqualität zu steigern. Der Fokus liegt auf der Verbesserung der sozialen Teilhabe und Integration älterer Menschen. Über spezielle gesundheitsfördernde Angebote sollen die Einstellung gegenüber des Gesundheitsverhaltens verbessert und die Motivation zu Verhaltensänderungen erhöht werden. Das Netzwerk „Seniorenarbeit im Leipziger Osten“ koordiniert die verschiedenen Aktivitäten.

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„Neues Altern in der Stadt“ (NAIS), Bruchsal

Das Bruchsaler Projekt „Neues Altern in der Stadt" (NAIS) bietet allen Bevölkerungsgruppen, insbesondere sozial Benachteiligten, Gesundheitsförderung und Prävention an. Es wird seit 2008 von der Stadt Bruchsal getragen. Fünf Arbeitsgruppen zu den Themen „Bewegung und Ernährung", „Pflege ist mehr", „Geistig fit und aktiv", „Präventive Hausbesuche" und „Wegweiser" ermitteln zunächst die Bedarfe der Zielgruppen. Auf der Basis der Ergebnisse vernetzen die Arbeitsgruppen bestehende Angebote, überprüfen und optimieren deren Qualität und initiieren gegebenenfalls neue Angebote. Zu den bestehenden und geplanten Maßnahmen gehören neben öffentlichen Koch- und Bewegungskursen die Verbesserung der Angebote der Stadtbibliothek, ehrenamtliche Besuchsdienste, die die Integration fördern sollen, und die Erstellung eines Wegweisers, der die Angebote der Stadt in Form einer ansprechenden Informationsbroschüre übersichtlich bündelt. Die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung der Angebote und zur Motivation der Zielgruppen ist ebenfalls Aufgabe der Arbeitsgruppen.

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Netzwerk Märkisches Viertel, Berlin

Im Netzwerk Märkisches Viertel e.V. engagieren sich rund 30 Mitglieder und Ehrenmitglieder. Neben den klassischen Anbietern der Altenhilfe, wie Pflegeheime oder Pflegedienste, gehören dem Netzwerk Mitglieder der Seniorenvertretung und des Behindertenbeirats, Beratungsstellen, Vertreter des Gesundheitswesens, soziale Träger, Bezirksamt, Wohnungs- und Handwerksunternehmen, Schulen sowie Dienstleister an. Das Netzwerk finanziert sich über Mitgliedsbeiträge.

Die Servicestelle im Märkischen Viertel nimmt Wünsche und Fragen entgegen und leitet diese an die Partner weiter. Durch niedrigschwellige Beratungs-, Bildungs- und Präventionsangebote, soziale Dienste und kulturelle Aktivitäten unterstützen die Netzwerkpartner ältere Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags. Darüber hinaus soll die engmaschige Vernetzung der Partner dazu dienen, soziale Probleme im Stadtteil frühzeitig zu erkennen und zu verringern oder Abhilfe zu schaffen. Weiterhin übernimmt die Servicestelle administrative Aufgaben für das Netzwerk und koordiniert die Arbeitsabläufe.

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Präventive Hausbesuche bei Hochbetagten, Rödental

Die Stadt Rödental entwickelte ein Konzept zur Versorgung hochbetagter Menschen in ihrem häuslichen Umfeld. Geschulte Ehrenamtliche sprechen bei wöchentlichen Hausbesuchen mit den Hochbetagten über Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe, über ihre Mobilität, ihren Ernährungszustand, die Wohnungssicherheit und Möglichkeiten der Einbeziehung ihres sozialen Umfelds. Bei einem kritischen Gesundheitszustand werden eine hauptamtliche Projektmitarbeiterin oder der Hausarzt zu Rate gezogen.

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Soziales Netzwerk „Gemeinsam gegen Einsam“, Bergheim

Das Projekt „Gemeinsam gegen Einsam“ ist aus einer Initiative der Stadt Bergheim entstanden. Seit 2001 gestalten ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger regelmäßig ein vielfältiges gesundheitsförderliches, kulturelles und geselliges Programm. Es richtet sich vor allem an ältere Menschen im eigenen Wohnumfeld und an Familien mit demenziell erkrankten Angehörigen. Die Angebote umfassen Frühstückstreffs mit empfehlenswerten Lebensmitteln, verschiedene Bewegungsgruppen, Themennachmittage zur Gesundheitsförderung sowie Treffen zum sozialen Miteinander mit Gesang, Spiel und Spaß. Darüber hinaus bieten die Akteure einen Besuchsservice und Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz zur Entlastung der Familienangehörigen an.

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„Hand in Hand“, Generationenhilfe Börderegion e.V.

In der Gemeinde Hohenhameln entstand durch eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern der gemeinnützige Verein Generationenhilfe Börderegion e.V. Der Verein dient als Organisationsstruktur, um ehrenamtliches Engagement zu bündeln und zu vermitteln. Die Vereinsmitglieder können sich helfen lassen oder Hilfe anbieten. Koordiniert wird die Hilfe durch das vereinseigene Büro in der Begegnungsstätte in Hohenhameln. Bedürftige Menschen erhalten Unterstützung. Die Helfer bekommen eine Aufwandsentschädigung, diese kann in ein Zeitguthaben umgewandelt werden. Zusätzlich wurde in zentraler Lage in Hohenhameln eine Begegnungsstätte eingerichtet, in der zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt werden.

Ziele des Projekts „Hand in Hand“ sind sozialer Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe, ein generationenübergreifender Dialog sowie die Förderung sozialer Netzwerke. Zudem sollen neue und lebendige Formen des Wohnens und Arbeitens sowie des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Stadt und Dorf gefördert werden.

Zu den Angeboten der Generationenhilfe gehören Alltagshilfen, Begleitdienste, Entlastung pflegender Angehöriger, Hilfen in Haus und Hof oder auch Hilfen beim Umgang mit Computer und Handy. Die Begegnungsstätte bietet zahlreiche Veranstaltungen an: Treffen in geselliger Runde, Kurse mit Bewegungsübungen, Spielenachmittage, gemeinsames Kochen, Frühstück, Mittagessen, Schulungen, Vorträge etc.

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Praxisdatenbank Gesundheitliche Chancengleichheit

Die Praxisdatenbank des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ bietet die größte bundesweite Übersicht über Angebote und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention, die sich insbesondere an Menschen in schwieriger sozialer Lage richten. Sie ermöglicht es, Adressen und Beschreibungen entsprechender Angebote zu recherchieren, die eigene Arbeit darzustellen und zu reflektieren sowie Erfahrungen mit anderen Akteuren zu teilen.

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