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Gesundheitspolitik

Die derzeitigen Ziele und Strategien der Gesundheitsförderung älterer Menschen beruhen auf den Entwicklungen in der Gesundheitspolitik und den politischen Zielsetzungen für ältere Menschen. Internationale Leitlinien zur Gesundheitsförderung älterer Menschen sind der UN-Weltaltenplan und die Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Weltaltenplan

Der erste Weltkongress über die Rechte der älteren Menschen fand 1982 in Wien statt. Daraus ging der Wiener Aktionsplan zur Frage des Alterns (Vienna International Plan of Action on Aging) hervor, das erste internationale Instrument für die Rechte im Alter. Der Wiener Aktionsplan ist ein Leitfaden, eine alterspolitische Richtlinie und ein konkretes Programm zugleich. Er wurde noch im gleichen Jahr von der Generalversammlung der Vereinten Nationen per Resolution (Res. 37/51 "Question of aging") bestätigt. Der Aktionsplan enthält 62 Empfehlungen, unter anderem in den Bereichen Gesundheit und Ernährung, Wohn- und Lebensraum, Familie, Bildung und finanzielle Sicherheit. Der Aktionsplan ruft alle Staaten zur Kooperation auf regionaler und internationaler Ebene auf.

Im Jahr 2002 – zwanzig Jahre nach Wien – fand die zweite Weltkonferenz über das Altern in Madrid statt. Daraus resultierten die Politische Erklärung und der Internationale Aktionsplan von Madrid über das Altern (Political Declaration and the Madrid International Plan of Action on Ageing / MIPAA).

Im September 2002 organisierte die Europäische Wirtschaftskommission der UN (UNECE) die erste UNECE-Ministerkonferenz zu Altersfragen in Berlin, bei der eine Regionale Implementierungsstrategie zur Umsetzung des Zweiten UN-Weltaltenplans beschlossen wurde. Über Maßnahmen und Strategien zur weiteren Umsetzung des Weltaltenplans beraten die UNECE-Länder alle fünf Jahre. 2007 fand die zweite UNECE-Ministerkonferenz zu Fragen des Alters in León, Spanien, statt. 2012 folgte die dritte Ministerkonferenz in Wien und 2017 die vierte Ministerkonferenz in Lissabon. Die Lissabonner Ministererklärung formuliert die Leitlinien für die kommenden fünf Jahre: I. Das Potenzial älterer Menschen erkennen, II. Ein längeres Arbeitsleben und die Arbeitsfähigkeit fördern, III. Ein Altern in Würde sicherstellen.

Über die Umsetzung des Zweiten UN-Weltaltenplans und der Regionalen UNECE-Implementierungsstrategie informiert der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung. Im April 2017 hat die Bundesregierung den zweiten Nationalen Bericht zu den Schwerpunkten und Maßnahmen deutscher Altenpolitik veröffentlicht. Der Nationale Bericht dokumentiert die Fortschritte bei der Umsetzung des Zweiten UN-Weltaltenplans im Zeitraum von 2012 bis 2017.

Weitere Informationen zum Weltaltenplan

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Deutsche Übersetzung der Politischen Erklärung und des Internationalen Aktionsplans von Madrid über das Altern
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BAGSO-Kurzfassung: Zweiter UN-Weltaltenplan und Regionale Implementierungsstrategie
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Stefan Pohlmann: Das Altern geht uns alle an. Zusammenfassung der Ergebnisse der zweiten UN-Weltkonferenz über das Altern 2002 in Madrid
BAGSO-Nachrichten 02/2002

Viviane Brunne: Ältere Menschen. Zehn Jahre Internationaler Aktionsplan von Madrid über das Altern. In: VEREINTE NATIONEN, Heft 4/2013, Seite 181-182.
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Flyer "Meilensteine in der Umsetzung des Zweiten Weltaltenplans der Vereinten Nationen in Deutschland"
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Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Nationaler Aktionsplan zur Umsetzung des Zweiten UN-Weltaltenplans (Madrid 2002) und der UNECE-Regionalen Implementierungsstrategie (Berlin 2002)
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Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Nationaler Bericht - Bundesrepublik Deutschland: 15 Jahre Zweiter UN-Weltaltenplan, Madrid 2002, und 15 Jahre UNECE-Regionale Implementierungsstrategie, Berlin 2002.
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Website der Vereinten Nationen: Ageing

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Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung

Ein Meilenstein für die Entwicklung von gesundheitspolitischen Zielsetzungen war die Erste Internationale Konferenz zur Gesundheitsförderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1986 in Ottawa, Kanada. Diese Weltkonferenz hat mit der „Charta zur Gesundheitsförderung“ zu einer globalen Neuorientierung öffentlicher Gesundheitspolitik aufgerufen. Die Ottawa-Charta dient bis heute als Leitfaden und Inspiration der Gesundheitsförderung.

Ziel der Gesundheitsförderung

In der Ottawa-Charta wird das Ziel der Gesundheitsförderung wie folgt beschrieben:

„Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können. In diesem Sinne ist die Gesundheit als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen und nicht als vorrangiges Lebensziel. Gesundheit steht für ein positives Konzept, das in gleicher Weise die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit betont wie die körperlichen Fähigkeiten. Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur bei dem Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen, und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden hin.“

(Auszug aus der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung)

Grundsätze zur Gesundheitsförderung

Als Grundvoraussetzungen der Gesundheitsförderung beschreibt die Ottawa-Charta drei Handlungsstrategien:

  • die Interessen für Gesundheit in allen Politikbereichen vertreten

  • Chancengleichheit im Bereich der Gesundheit ermöglichen

  • die Kooperation aller Verantwortlichen und Akteure fördern

sowie fünf Handlungsfelder:

  • eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik entwickeln

  • gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen

  • gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen unterstützen

  • die persönlichen Kompetenzen jedes einzelnen Menschen entwickeln

  • die Gesundheitsdienste neu orientieren.

Diese Grundsätze sind im Ottawa-Emblem, auch Ottawa-Rose genannt, dargestellt:

In der Ottawa-Charta werden die Grundsätze zur Gesundheitsförderung ausführlich erläutert.

Auszüge aus der Ottawa-Charta (von der WHO autorisierte deutsche Übersetzung von Helmut Hildebrandt und Ilona Kickbusch):

Voraussetzungen für die Gesundheit (Auszug aus der Ottawa-Charta)
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Grundlegende Bedingungen und konstituierende Momente von Gesundheit sind Frieden, angemessene Wohnbedingungen, Bildung, Ernährung, Einkommen, ein stabiles Öko-System, eine sorgfältige Verwendung vorhandener Naturressourcen, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Jede Verbesserung des Gesundheitszustandes ist zwangsläufig fest an diese Grundvoraussetzungen gebunden.

Interessen vertreten

Ein guter Gesundheitszustand ist eine wesentliche Bedingung für soziale, ökonomische und persönliche Entwicklung und entscheidender Bestandteil der Lebensqualität. Politische, ökonomische, soziale, kulturelle, biologische sowie Umwelt und Verhaltensfaktoren können alle entweder der Gesundheit zuträglich sein oder auch sie schädigen. Gesundheitsförderndes Handeln zielt darauf ab, durch aktives anwaltschaftliches Eintreten diese Faktoren positiv zu beeinflussen und der Gesundheit zuträglich zu machen.

Befähigen und ermöglichen

Gesundheitsförderung ist auf Chancengleichheit auf dem Gebiet der Gesundheit gerichtet. Gesundheitsförderndes Handeln bemüht sich darum, bestehende soziale Unterschiede des Gesundheitszustandes zu verringern sowie gleiche Möglichkeiten und Voraussetzungen zu schaffen, damit alle Menschen befähigt werden, ihr größtmöglichstes Gesundheitspotential zu verwirklichen. Dies umfasst sowohl Geborgenheit und Verwurzelung in einer unterstützenden sozialen Umwelt, den Zugang zu allen wesentlichen Informationen, die Entfaltung von praktischen Fertigkeiten, als auch die Möglichkeit, selber Entscheidungen in Bezug auf ihre persönliche Gesundheit treffen zu können. Menschen können ihr Gesundheitspotential nur dann weitestgehend entfalten, wenn sie auf die Faktoren, die ihre Gesundheit beeinflussen, auch Einfluss nehmen können. Dies gilt für Frauen ebenso wie für Männer.

Vermitteln und vernetzen

Der Gesundheitssektor allein ist nicht in der Lage, die Voraussetzungen und guten Perspektiven für die Gesundheit zu garantieren. Gesundheitsförderung verlangt vielmehr ein koordiniertes Zusammenwirken unter Beteiligung der Verantwortlichen in Regierungen, im Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftssektor, in nichtstaatlichen und selbstorganisierten Verbänden und Initiativen sowie in lokalen Institutionen, in der Industrie und den Medien. Menschen in allen Lebensbereichen sind daran zu beteiligen als einzelne, als Familien und Gemeinschaften. Die Berufsgruppen und sozialen Gruppierungen sowie die Mitarbeiter des Gesundheitswesens tragen große Verantwortung für eine gesundheitsorientierte Vermittlung zwischen den unterschiedlichen Interessen in der Gesellschaft.

Die Programme und Strategien zur Gesundheitsförderung sollten den örtlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Länder und Regionen angepasst sein und die unterschiedlichen Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme sowie die kulturellen Gegebenheiten berücksichtigen.

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Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik (Auszug aus der Ottawa-Charta)
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Aktives, gesundheitsförderndes Handeln erfordert: Eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik entwickeln

Gesundheitsförderung beinhaltet weit mehr als medizinische und soziale Versorgung. Gesundheit muss auf allen Ebenen und in allen Politiksektoren auf die politische Tagesordnung gesetzt werden. Politikern müssen dabei die gesundheitlichen Konsequenzen ihrer Entscheidungen und ihre Verantwortung für Gesundheitsförderung verdeutlicht werden.

Dazu wendet eine Politik der Gesundheitsförderung verschiedene, sich gegenseitig ergänzende Ansätze an, u. a. Gesetzesinitiativen, steuerliche Maßnahmen und organisatorisch strukturelle Veränderungen. Nur koordiniertes, verbündetes Handeln kann zu einer größeren Chancengleichheit im Bereich der Gesundheits-, Einkommens- und Sozialpolitik führen. Ein solches gemeinsames Handeln führt dazu, ungefährlichere Produkte, gesündere Konsumgüter und gesundheitsförderlichere soziale Dienste zu entwickeln sowie sauberere und erholsamere Umgebungen zu schaffen.

Eine Politik der Gesundheitsförderung muss Hindernisse identifizieren, die einer gesundheitsgerechteren Gestaltung politischer Entscheidungen und Programme entgegenstehen. Sie muss Möglichkeiten einer Überwindung dieser Hemmnisse und Interessensgegensätze bereitstellen. Ziel muss es sein, auch politischen Entscheidungsträgern die gesundheitsgerechtere Entscheidung zur leichteren Entscheidung zu machen.

Gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen

Unsere Gesellschaften sind durch Komplexität und enge Verknüpfung geprägt; Gesundheit kann nicht von anderen Zielen getrennt werden. Die enge Bindung zwischen Mensch und Umwelt bildet die Grundlage für einen sozial-ökologischen Weg zur Gesundheit. Oberstes Leitprinzip für die Welt, die Länder, Regionen und Gemeinschaften ist das Bedürfnis, die gegenseitige Unterstützung zu fördern – sich um den anderen, um unsere Gemeinschaften und unsere natürliche Umwelt zu sorgen. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Erhaltung der natürlichen Ressourcen als globale Aufgabe.

Die sich verändernden Lebens-, Arbeits- und Freizeitbedingungen haben entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit. Die Art und Weise, wie eine Gesellschaft die Arbeit, die Arbeitsbedingungen und die Freizeit organisiert, sollte eine Quelle der Gesundheit und nicht der Krankheit sein. Gesundheitsförderung schafft sichere, anregende, befriedigende und angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen.

Eine systematische Erfassung der gesundheitlichen Folgen unserer sich rasch wandelnden Umwelt – insbesondere in den Bereichen Technologie, Arbeitswelt, Energieproduktion und Stadtentwicklung – ist von essentieller Bedeutung und erfordert aktives Handeln zugunsten der Sicherstellung eines positiven Einflusses auf die Gesundheit der Öffentlichkeit. Jede Strategie zur Gesundheitsförderung muss den Schutz der natürlichen und der sozialen Umwelt sowie die Erhaltung der vorhandenen natürlichen Ressourcen mit zu ihrem Thema machen.

Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen unterstützen

Gesundheitsförderung wird realisiert im Rahmen konkreter und wirksamer Aktivitäten von Bürgern in ihrer Gemeinde: in der Erarbeitung von Prioritäten, der Herbeiführung von Entscheidungen sowie bei der Planung und Umsetzung von Strategien. Die Unterstützung von Nachbarschaften und Gemeinden im Sinne einer vermehrten Selbstbestimmung ist ein zentraler Angelpunkt der Gesundheitsförderung; ihre Autonomie und Kontrolle über die eigenen Gesundheitsbelange ist zu stärken.

Die Stärkung von Nachbarschaften und Gemeinden baut auf den vorhandenen menschlichen und materiellen Möglichkeiten der größeren öffentlichen Teilnahme und Mitbestimmung auf. Selbsthilfe und soziale Unterstützung sowie flexible Möglichkeiten der größeren öffentlichen Teilnahme und Mitbestimmung für Gesundheitsbelange sind dabei zu unterstützen bzw. neu zu entwickeln. Kontinuierlicher Zugang zu allen Informationen, die Schaffung von gesundheitsorientierten Lernmöglichkeiten sowie angemessene finanzielle Unterstützung gemeinschaftlicher Initiativen sind dazu notwendige Voraussetzungen.

Persönliche Kompetenzen entwickeln

Gesundheitsförderung unterstützt die Entwicklung von Persönlichkeit und sozialen Fähigkeiten durch Information, gesundheitsbezogene Bildung sowie die Verbesserung sozialer Kompetenzen und lebenspraktischer Fertigkeiten. Sie will dadurch den Menschen helfen, mehr Einfluss auf ihre eigene Gesundheit und ihre Lebenswelt auszuüben, und will ihnen zugleich ermöglichen, Veränderungen in ihrem Lebensalltag zu treffen, die ihrer Gesundheit zu gute kommen.

Es gilt dabei, Menschen zu lebenslangem Lernen zu befähigen, und ihnen zu helfen, mit den verschiedenen Phasen ihres Lebens sowie eventuellen chronischen Erkrankungen und Behinderungen umgehen zu können. Dieser Lernprozess muss sowohl in Schulen wie auch zu Hause, am Arbeitsplatz und innerhalb der Gemeinde erleichtert werden. Erziehungsverbände, die öffentlichen Körperschaften, Wirtschaftsgremien und gemeinnützige Organisationen sind hier ebenso zum Handeln aufgerufen wie die Bildungs- und Gesundheitsinstitutionen selbst.

Die Gesundheitsdienste neu orientieren

Die Verantwortung für die Gesundheitsförderung wird in den Gesundheitsdiensten von Einzelpersonen, Gruppen, den Ärzten und anderen Mitarbeitern des Gesundheitswesens, den Gesundheitseinrichtungen und dem Staat geteilt. Sie müssen gemeinsam darauf hinarbeiten, ein Versorgungssystem zu entwickeln, das auf die stärkere Förderung von Gesundheit ausgerichtet ist und weit über die medizinisch-kurativen Betreuungsleistungen hinausgeht.

Die Gesundheitsdienste müssen dabei eine Haltung einnehmen, die feinfühlig und respektvoll die unterschiedlichen kulturellen Bedürfnisse anerkennt. Sie sollten dabei die Wünsche von Individuen und sozialen Gruppen nach einem gesünderen Leben aufgreifen und unterstützen sowie Möglichkeiten der besseren Koordination zwischen dem Gesundheitssektor und anderen sozialen, politischen, ökonomischen Kräften eröffnen.

Eine solche Neuorientierung von Gesundheitsdiensten erfordert zugleich eine stärkere Aufmerksamkeit für gesundheitsbezogene Forschung wie auch für die notwendigen Veränderungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Ziel dieser Bemühungen soll ein Wandel der Einstellungen und der Organisationsformen sein, die eine Orientierung auf die Bedürfnisse des Menschen als ganzheitliche Persönlichkeit ermöglichen.

Auf dem Weg in die Zukunft

Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben. Gesundheit entsteht dadurch, dass man sich um sich selbst und für andere sorgt, dass man in die Lage versetzt ist, selber Entscheidungen zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben sowie dadurch, dass die Gesellschaft, in der man lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit ermöglichen.

Füreinander Sorge zu tragen, Ganzheitlichkeit und ökologisches Denken sind Kernelemente bei der Entwicklung von Strategien zur Gesundheitsförderung. Alle Beteiligten sollten als ein Leitprinzip anerkennen, dass in jeder Phase der Planung, Umsetzung und Auswertung von gesundheitsfördernden Handlungen Frauen und Männer gleichberechtigte Partner sind.

 

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Den vollständigen Text der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung finden Sie auf der Website der WHO.

Gesundheitspolitik und Gesundheitsförderung

Eine umfassende Darstellung zur Ottawa-Charta, der Leitbegriffe der Gesundheitsförderung, deren Ziele und Handlungsebenen ist auf der Informationsseite der BZGA zu finden.

Wie in der Ottawa-Charta bereits deutlich wird, setzt die Gesundheitsförderung auf verschiedenen Ebenen an. Dies wird im folgenden Modell sichtbar:

Mehrebenenmodell der Gesundheitsförderung

(modifiziert nach Projekt Gesundheitsförderung, Universität Bielefeld/Göpel o. J.)

Der Gesundheitspolitik kommt bei der Umsetzung der Empfehlungen zur Gesundheitsförderung eine zentrale Steuerungsrolle zu.

Ausgehend von der Ottawa-Charta sind die politischen Zielsetzungen zur Förderung der Gesundheit älterer Menschen auf europäischer und nationaler Ebene weiterentwickelt worden. Siehe dazu: Gesundheitspolitische Ziele