Es folgt der Inhaltsbereich:

Gesundheitliche Herausforderungen

Gesundheit im Alter erhalten

Wie schnell oder langsam ein Mensch altert, ist sehr unterschiedlich und hängt ab von:

  • genetischen Einflüssen (20 bis 30 Prozent)

  • Gesundheitsvorsorgebedingungen (30 Prozent)

  • sozioökonomischen Bedingungen und Lebensstilen (40 bis 50 Prozent)

  • Umwelt- und Wohnbedingungen (20 Prozent)

Die Gesundheit im Alter hängt zu 70 bis 80 Prozent von der Umwelt, der Lebensgestaltung und der Ernährung ab. Die Umwelt- und Lebensbedingungen stellen damit die wesentlichen Risikofaktoren für eine Erkrankung dar.

Risikofaktor: ungesunder Lebensstil

Ein ungesunder Lebensstil kann die Alterung beschleunigen. Oder es kann – zusätzlich zum altersbedingten Leistungsabbau – zu Erkrankungen kommen, die die Leistungsminderung verstärken. Dies kann vielfältige Ursachen haben. Die häufigsten Ursachen sind jedoch eine ungesunde Ernährung und ein Mangel an Bewegung.

Risikofaktor: ungesunde Ernährung

Ungesunde Ernährung bedeutet zum Beispiel ein Mangel an Nährstoffen, ein Überangebot an speziellen Nährstoffen wie Kohlenhydrate und Fette, der Konsum von Schadstoffen wie Alkohol und Nikotin oder ein Übermaß an Tabletten oder Nahrungsergänzungsmitteln. Folgen von ungesunder Ernährung können Schädigungen der Organe sein oder Veränderungen in den Abläufen der Stoffwechselvorgänge.

Risikofaktor: Bewegungsmangel

Ein Mangel an Bewegung kann zum Leistungsabbau führen. Körperbestandteile, die nicht genutzt werden, reduzieren ihre Leistung oder sie verlieren ihre Funktionsfähigkeit ganz. Dies betrifft sowohl die körperliche Leistungsfähigkeit zum Beispiel der Muskulatur und Gelenke – nach dem Motto „Wer rastet, der rostet“ – als auch die geistige Leistungsfähigkeit des Gehirns – „Was wir nicht nutzen, verlieren wir“ (Use it or loose it).

Erkrankungen durch ungesunde Lebensweise

Die häufigsten Erkrankungen durch ungesunde Lebensweise sind:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Diabetes mellitus

  • Gelenk- und Knochenerkrankungen (Osteoporose, Arthrose)

  • mentale Veränderungen, psychische Erkrankungen

  • Demenz

Mit gesunder Lebensweise das Risiko Demenz reduzieren

Durch eine Veränderung der individuellen Lebensweisen lässt sich das Risiko einer Demenz beeinflussen. Dazu sind in den vergangenen zwei Jahren wegweisende Studienergebnisse veröffentlicht worden, die konkrete und wissenschaftsgestützte Empfehlungen hierzu ermöglichen – zum Beispiel in Bezug auf Ernährung in Verbindung mit körperlicher, geistiger und sozialer Aktivität. Zur Prävention demenzieller Erkrankungen empfiehlt das Kuratorium Deutsche Altershilfe folgende Verhaltensweisen:

  • Halten Sie Ihr Gehirn aktiv
  • Ernähren Sie sich gesund
  • Seien Sie sozial aktiv
  • Sitzen Sie nicht zu viel
  • Bewegen Sie sich regelmäßig
  • Seien Sie neugierig
  • Langfristige Beziehungen helfen
  • Essen Sie viel Obst, Gemüse und Nüsse
  • Genießen Sie Alkohol nur in Maßen
  • Bleiben Sie körperlich aktiv

Selbstverantwortung übernehmen

Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung erhalten die körperliche Leistungsfähigkeit. Geistige Stimulation erhält die kognitiven Fähigkeiten.

Maßnahmen für einen gesunden Lebensstil sind hier dargestellt.