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Alterungsprozess

Der Alterungsprozess beginnt aus medizinischer Sicht etwa ab dem 35. Lebensjahr – bei manchen Menschen früher, bei anderen später. Festzustellen ist, dass der Körper ganz allmählich seinen Stoffwechsel ändert und seine Funktionen abbaut. Diese körperlichen Veränderungen hängen sowohl von genetischen Veranlagungen als auch von äußeren Einflüssen ab.

Altersanzeichen

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper. Äußerliche Anzeichen dafür sind zum Beispiel eine verminderte Sehfähigkeit oder eine runzelige Haut. Der Alterungsprozess betrifft aber grundsätzlich alle Körperbestandteile, wie Organe und Gewebestrukturen. So sind im Alter oftmals das Herz, die Bauchspeicheldrüse, die Nieren, das Verdauungssystem oder die Gelenke und Muskeln nicht mehr so leistungsfähig.

Faktoren der Alterung

Die Forschung geht davon aus, dass der Alterungsprozess nur zu 20 bis 30 Prozent auf die genetische Veranlagung zurückzuführen ist. Viel stärker hängt die Alterung von Umweltfaktoren, der Ernährung und dem individuellen Lebensstil ab.

So sind bereits während der Schwangerschaft schädliche Einflüsse wie Nikotin, Drogen oder Alkohol Risikofaktoren für spätere Erkrankungen, die sich erst im Alter bemerkbar machen.

Eine ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität in allen Lebensphasen – vom Babyalter bis ins Erwachsenenalter – sind entscheidend für eine möglichst lange körperliche Leistungsfähigkeit.

Ein ungesunder Lebensstil kann den Alterungsprozess und die Anfälligkeit für Erkrankungen beschleunigen. Beispielsweise kann im Alter ein hoher Zuckerkonsum nicht mehr ausreichend von der reduziert arbeitenden Bauchspeicheldrüse verarbeitet werden. Da der Körper weniger Insulin produziert, kann Diabetes die Folge sein.

Eine gesundheitsförderliche Lebensweise ist wesentlich, um die noch bestehenden Funktionen des Körpers bis in hohe Alter so lange wie möglich aufrechtzuerhalten und die Organe und Stoffwechselsysteme des Körpers nicht zu überfordern.

Weitere Informationen:

Einen kurzweiligen Überblick zu dem Thema gibt der Hörbeitrag des Bayerischen Rundfunks „Warum altert der Mensch? Biologie der Vergänglichkeit“. Der 22-minütige Beitrag erläutert Alternstheorien und Ursachen körperlicher Veränderungen, gibt Tipps zu gesundem Altern und lässt Alternsforscher zu aktuellen Aspekten der Forschung zu Wort kommen.